Eine Gruppe von zehn Personen steht mit dem Rücken zur Kamera auf einer Wiese und halten sich.
Abstrakte Grafik mit einem Muster aus grauen und weißen Pixeln in horizontalen Linien.
Autofreier Monat im Ambulant BetreutenWohnen – Nachhaltigkeit trifftlebensweltorientierte Soziale Arbeit
Kann Soziale Arbeit gleichzeitig nachhaltig sein und den Alltag von Kindern und Jugendlichen bereichern? Unser Team des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) sagt: Ja!

Deshalb haben unsere Mitarbeitenden eine besondere Aktion ins Leben gerufen: den autofreien Monat.

Für einen Monat verzichten unsere Fachkräfte bei ihren dienstlichen Terminen bewusst auf das Auto und nutzen stattdessen ausschließlich Fahrrad sowie Bus und Bahn. Ganz gleich, ob Hilfeplangespräche beim Jugendamt, Begleitungen zu Behörden und Ärzten, Einkäufe mit den jungen Menschen oder gemeinsame Freizeitaktivitäten – alle Wege werden klimafreundlich zurückgelegt.

Nachhaltigkeit als gelebter Auftrag

Mit der Aktion möchten wir einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Jeder vermiedene Kilometer mit dem Auto spart CO₂ ein und trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig möchten wir zeigen, dass nachhaltiges Handeln bereits im Alltag beginnt und oftmals einfacher umzusetzen ist, als man zunächst vermutet.

Als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe sehen wir Nachhaltigkeit nicht nur als gesellschaftliche Verantwortung, sondern auch als pädagogische Chance.

Lebensweltorientierung praktisch umgesetzt

Die Aktion verfolgt jedoch weit mehr als ökologische Ziele. Sie knüpft unmittelbar an den Alltag der von uns begleiteten Kinder und Jugendlichen an und orientiert sich damit an einem zentralen Grundsatz der Sozialen Arbeit: Lebensweltorientierung.

Viele junge Menschen nutzen im Alltag öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad, während ein eigenes Auto für sie oder ihre Familien keine Selbstverständlichkeit ist. Indem unsere Fachkräfte bewusst dieselben Verkehrsmittel nutzen, entstehen gemeinsame Erfahrungen auf Augenhöhe. Auf Bus- und Bahnfahrten oder bei gemeinsamen Fahrradtouren ergeben sich zahlreiche pädagogische Lerngelegenheiten. Kinder und Jugendliche können beispielsweise:

  • den öffentlichen Nahverkehr sicher nutzen,
  • Fahrpläne lesen und Verbindungen planen,
  • sich im Sozialraum orientieren,
  • eigenständige Mobilität entwickeln,
  • Verantwortung für die Umwelt übernehmen und
  • ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln entwickeln.

So werden alltägliche Wege zu wertvollen Lern- und Entwicklungssituationen.

Gemeinsam unterwegs

Die Aktion zeigt bereits jetzt, wie vielfältig nachhaltige Soziale Arbeit aussehen kann:

🚲 Hilfeplangespräche beim Jugendamt werden mit dem Fahrrad erreicht.
🚌 Gemeinsame Einkäufe erfolgen mit Bus und Bahn.
🚴 Freizeitaktivitäten und Ausflüge werden bewusst ohne Auto gestaltet.

Dabei erleben unsere Fachkräfte selbst, welche Möglichkeiten nachhaltige Mobilität bietet – und welche positiven Gespräche und Begegnungen dadurch entstehen.

Kleine Veränderung – große Wirkung

Der autofreie Monat macht deutlich, dass Nachhaltigkeit und professionelle Kinder- und Jugendhilfe hervorragend zusammenpassen. Gleichzeitig möchten wir Kinder und Jugendliche dafür sensibilisieren, dass Mobilität viele Formen haben kann und materielle Dinge wie ein eigenes Auto keineswegs selbstverständlich sind.

Vielleicht inspiriert unsere Aktion auch andere Menschen, den ein oder anderen Weg häufiger mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Denn jede kleine Entscheidung kann einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten.

Neuanfang gGmbH – gemeinsam Verantwortung übernehmen. Für junge Menschen. Für unsere Gesellschaft. Für unsere Umwelt.