Zusammen stark
Zusammen stark
Leitbild

Wir zählen Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien zu unseren Adressat*innen. Natürlich beziehen wir alle weiteren für unsere Adressat*innen als wichtig empfundenen sozialen Bezugspersonen in unsere fachliche Arbeit mit ein.

Ein pädagogisches Fundament baut unabdingbar auf den ethischen Prinzipien der Menschenrechte und der Menschenwürde auf. Wir fußen unsere Arbeit deshalb zentral auf der Achtung vor dem besonderen Wert des Lebens und der Würde eines Menschen. Die Partizipation und Koproduktion mit unseren Adressat*innen ist für uns damit einhergehend zwingend angezeigt. Unsere Arbeitsansätze und Kommunikationsweisen verstehen sich als positiv und wertschätzend. Wir setzen bei uns eine stetige Akzeptanz gegenüber den individuellen Lebensvorstellungen unserer Adressat*innen als grundlegend voraus.

Davon ausgehend sind wir der Meinung, dass unsere Adressat*innen in ihren unterschiedlichen lebensweltlichen Abschnitten, die für sie jeweils beste ihnen zur Verfügung stehende Entscheidung für sich respektive ihr Leben treffen. Wir wissen, dass die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen häufig ganz unterschiedliche familiäre und/oder persönliche Probleme haben, die sie bei ihrer Entwicklung zu einem selbstbestimmten Leben stören. Die Individualität der Lebenswelten und Biografien erfordert an dieser Stelle eine einzelfallorientierte Vorgehensweise, welche sich an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Adressat*innen orientiert, die Autonomie respektiert, wertschätzt und fördert.

Unsere Arbeit setzt deshalb auf eine regelmäßige täglich avisierte Reflexion der aktuellen Befindlichkeit unserer Adressat*innen. Im Fokus steht der laufende Versuch der Umsetzung von gemeinsam und niedrigschwellig konstruierten Zielen durch eine Förderung und dem selbstwirksamen Erfahren alltagsnaher Partizipationsmöglichkeiten. Das bedeutet, dass wir keine Verhaltensweisen auferlegen wollen, sondern die Meinungen unserer Adressat*innen schätzen und uns über diese obligatorisch in Partizipation austauschen. Wir wissen selbstverständlich auch, dass es an dieser Stelle in der Arbeit mit den Fachkräften zu Konflikten kommen kann.

Um der Aufarbeitung von Konflikten den notwendigen geschützten Raum zu geben, arbeitet Neuanfang mit einem individuellen Betreuungssystem – losgelöst von festen Betreuungszeiten. Der sukzessive Aufbau eines Vertrauensverhältnisses und einer tragfähigen Beziehung wird angestrebt. Die jeweiligen Bezugsbetreuer*innen vereinbaren individuelle Zeiten mit den Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Eltern bzw. Familien. Ein hohes Maß an Flexibilität soll die individuellen und subjektiven Lebenswirklichkeiten der Adressat*innen würdigen.

Unser Ziel ist es, unter einer kontinuierlichen Analyse möglicher Ressourcen und Potentiale, die lebensweltlichen und strukturellen Bedingungen zum Wohle unserer Adressat*innen zu verbessern, um den universalen Anspruch auf Selbstbestimmung zu ermöglichen. Eigeninitiative und Selbsthilfe sollen gesteigert werden, sodass Fremdunterbringungen und Hilfemaßnahmen grundsätzlich vermieden oder wieder beendet werden können.